Rekonstrukive Chirurgie

Posted by Stoni on March 10, 2008  •  Comments (64)  • 

Die Rekonstrukive Chirurgie zielt auf die Wiederherstellung von verloren gegangenen Körperfunktionen und -formen, insbesondere nach Unfällen und Tumoroperationen. Zudem werden angeborene Fehlbildungen korrigiert.

Das Aufgabengebiet umfasst hierbei die Rekonstruktion der Haut und Weichteile, Muskeln und Sehnen, Knochen und Knorpel, sowie der peripheren Nerven. Bei der Replantation (Wiederannähen der abgetrennten Gliedmaßen) vereinen sich die einzelnen Bereiche zu einer Methode und bedienen sich der Mikrochirurgie, die aufgrund ihrer filigranen Operationsart ein wichtiger Bestandteil von rekonstruktiven Eingriffen darstellt.

Die einzelnen Bereiche der Rekonstruktiven Chirurgie lassen sich untergliedern in Plastische Chirurgie von Gesicht, Kopf und Hals, Brust- und Bauchwand, Extremitäten und Urogenitalbereich. Ebenfalls sind die Mammachirurgie und die Vornahme von transsexuellen Veränderungen Bestandteil der rekonstruktiven Chirurgie.

Die Durchführung von Rekonstruktivoperationen erfordert spezielle Kenntnisse der Durchblutungsmuster der verschiedenen Gewebe. Diese sind von äußerster Wichtigkeit, da nur gut durchblutetes und somit sauerstoffreiches Gewebe zur Rekonstruktion eingesetzt werden kann.
Eine entstandene Unfallverletzung mit Haut- oder Weichteildefekt am Unterschenkel, kann beispielsweise durch Verschiebung von Muskulatur oder Muskel- und Hautgewebe aus der Wade verschlossen werden.

Insbesondere Brustrekonstruktionen nach erfolgten Tumoroperationen wurden in den vergangenen Jahren vermehrt durchgeführt. Hierbei erfolgt der Aufbau mittels Prothesen, durch verschobenes Rückengewebe oder die mikrochirurgische Verpflanzung von Bauchhaut-Fett.